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HCI Shipping Select XI - erstes Schiff muss Insolvenz anmelden

Fachanwälte beraten Anleger 

Beim HCI Schiffsfonds Shipping Select XI scheint es an allen Ecken und Enden lichterloh zu brennen. Knapp 43 Mio. € haben Anleger im Jahr 2005 in den Fonds des Emissionshauses HCI investiert. Für einen Gesamtaufwand von über 100 Mio. € sah das Konzept den Erwerb von  zwei Mehrzweckfrachtschiffen und vier Vollcontainerschiffen vor. Ob für die Anleger des Fonds zum Schluss noch eine Rückzahlung von Teilen ihres investierten Kapitals möglich sein wird, scheint mehr als fraglich.

 

Der Überblick über die sechs Fondsschiffe bietet wenig Licht und viel Schatten:

 

  • MS "Hammonia Magician" - insolvent
  • MS "Hammonia Recommendation" - Keine Fortführungsprognose, Verkauf
  • MS "Hammonia Recognition" - Restrukturierung hält - bisher
  • MS "Bianca Rambow" - neues Sanierungskonzept erforderlich
  • MS "Pauline" - neues Sanierungskonzept erforderlich
  • MS "Sleipner" - Restrukturierung hält - bisher  

 

Viele Anleger des HCI Shipping Select XI fragen sich, ob der Fonds das ist, als was er ihnen seinerzeit vom Berater empfohlen wurde. Manche haben in den zurückliegenden Jahren von Hintergründen und Risiken erfahren, die ihnen vor der Entscheidung, sich an diesem Fonds zu beteiligen, gar nicht bewusst waren. Ausschüttungen erhalten sie schon lange nicht mehr. Und sie fragen sich nach der Perspektive Ihres Investments, danach, was sie überhaupt von ihrem investierten Geld zurückbekommen werden.

 

Schadenersatzansprüche als realistische Option

Die Anleger des HCI Shipping Select XI mit denen wir gesprochen haben, waren über die Hintergründe und die Funktionsweise des Fonds sowie die damit verbundenen Risiken denkbar schlecht informiert. Grundlegende Fragen sind ihnen offenbar von ihrem Anlageberater nicht erläutert worden. Sie haben daher gute Chancen, Schadenersatzansprüche gegen ihren Anlageberater, ihre sie beratende Bank oder Sparkasse durchzusetzen.

 

Einige Beratungsfehler, die wir festgestellt haben:

  • 28,7% nicht werthaltig investiert: Für verschiedene Dienstleistungen und Bauzeitzinsen wurden 28,7%, also mehr als ein Viertel des von den Anlegern aufgebrachten Kapitals ausgegeben. 

 

  • Hohe Vertriebskosten: Vielen Anlegern wurde nicht mitgeteilt und ist bis heute nicht bewußt, dass sich alleine die "Emissionskosten", also die für den Vertrieb der Fondsanteile gezahlten Provisionen und Vergütungen auf 22,9% des von den Anlegern einzuzahlenden Betrages incl. Agio belaufen. Bei einem Wert von über 15% geht der Bundesgerichtshof von einer Gefährdung der Rentabilität aus. 

 

  • Nur 69% des Anlegerkapitals für investive Zwecke: Vielen Anlegern wurde nicht mitgeteilt, dass lediglich 69% des von ihnen aufzubringenden Eigenkapitals incl. Agio in den Erwerb bzw. Bau der Schiffe einschließlich Bauaufsicht und Erstausrüstung fließen.

 

  • Keine Aufklärung über die Risiken der Beteiligung: Dass es sich bei der Schiffsbeteiligung um eine hochspekulative und damit hochriskante unternehmerische Beteiligung handelt, die mit erheblichen Risiken, die bis hin zum Totalverlust der Einlage führen können, verbunden ist, wurde den meisten der uns bekannten Anleger ebenfalls verschwiegen.

 

  • Als Altersvorsorge nicht geeignet: Nicht wenigen Anlegern wurde eine Beteiligung am HCI Shipping Select XI als sichere Altersvorsorge empfohlen. In der Rechtsprechung ist anerkannt, dass derartige Beteiligungen aufgrund der hohen, spekulativen Risiken und der fehlenden Verfügbarkeit des Kapitals als Altersvorsorge gänzlich ungeeignet sind.

 

  • Risiken fehlender langfristiger Charterverträge verschwiegen: Ferner blieb in zahlreichen Beratungsgesprächen unerwähnt, dass die Charterraten für Schiffe starken Schwankungen unterliegen. Dies ist deshalb von Bedeutung, weil zwei Schiffe gar keine Festcharter haben, dass also die "Mieteinnahmen" der Schiffe zum Teil erheblichen Schwankungen unterliegen können, so dass die Einnahmen möglicher Weise nicht ausreichen können, um die Kosten und Zins und Tilgung zu bedienen. Die übrigen vier Schiffe hatten nur Charterverträge mit Laufzeiten von 2-3 Jahren, so dass danach ebenfalls hohe Einnahmerisiken bestanden. Dies hat heute vor dem Hintergrund der desaströsen Situation auf den weltweiten Schifffahrtsmärkten zur Folge, dass die Einnahmen erheblich hinter den prospektierten Werten zurückbleiben.

 

 

Da bestimmte Fehler in der Beratung immer wieder auftauchen, sehen wir vielversprechende Chancen zur Durchsetzung von Schadenersatzansprüchen wegen der Verletzung von Pflichten aus den jeweils geschlossenen Beratungsverträgen.

 

 

Gerne stehen wir Anlegern des HCI Schiffsfonds Shipping Select XI  für eine individuelle Beratung zur Verfügung.


Ihr Ansprechpartner

Mathias Nittel


Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
t: 06223 - 72 98 080
f: 06223 - 72 98 099
e: nittel@nittel.co




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