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HCI MS "Hammonia Fortuna" 

Schadenersatz für Schiffsfonds Anleger 

Als Anlage mit hohen Risiken hat sich die Beteiligung an dem HCI Schiffsfonds MS "Hammonia Fortuna" Schiffahrts GmbH & Co. KG für die Anleger erwiesen. Diese haben nach der Emission im Januar 2007 rund 13 Mio. € in den Fonds investiert. Ob sie angesichts des dramatischen Verfalls der Charterraten und der anhaltenden Krise der Schiffsfonds von ihrem investierten Geld noch einmal etwas zurückerhalten werden, ist fraglich.

 

Denn die wirtschaftlichen Aussichten für das Schiff sind nicht gut. Gerade hat der Poolmanager des Einnahmepools, in dem das Fondsschiff fährt, die Annahme für die Poolrate 2012 aufgrund der derzeitigen Marktlage und der laufenden Charterverhandlungen auf 9.950 US-$/Tag gesenkt, bei negativem Ausblick. Die voraussichtlich in 2012 erzielte Poolrate der Hammonia Fortuna reicht damit nicht aus um die Schiffsbetriebskosten und die Kreditzinsen, die insgesamt 10.700 US-$/Tag betragen, zu decken. Der tatsächliche Kapitalbedarf von 17.100 US-/Tag einschließlich Tilgung wird weit verfehlt. Ob das Anfang 2011 beschlossene Refinanzierungskonzept damit tatsächlich zu einer nachhaltigen Sanierung führt oder nur eine Sterbeverlängerung darstellt, wird die Zeit zeigen. Ausschlaggebend wird letztlich sein, ob und wann es eine nachhaltige Erholung auf dem Chartermarkt geben wird. Zahlreiche Experten rechnen damit auf absehbare Zeit nicht.

 

Gute Chancen für die Durchsetzung von Schadenersatzansprüchen

Im Auftrag von Mandanten, die an dem HCI Schiffsfonds MS "Hammonia Fortuna" Schiffahrts GmbH & Co. KG beteiligt sind,  haben wir deren Beratung und auch den im Rahmen der Beratung übergebenen Prospekt auf etwaige Fehler geprüft und dabei zahlreiche Versäumnisse festgestellt, die nach unserem Dafürhalten Schadenersatzansprüche begründen.

 

Hohe Kreditaufnahme des Schiffsfonds

Unsere Mandanten wurden von ihren Beratern nicht darauf hingewiesen, dass die für die Herstellung des Schiffs aufzuwendenden Bau- und Baunebenkosten mit gut 30 Mio. € gerade einmal 82% des Gesamtaufwandes des HCI Schiffsfonds MS „Hammonia Fortuna“ ausmachten. Ebenso wenig wurden sie darüber informiert, dass das von den Anlegern aufzubringende Kommanditkapital incl. Agio in Höhe von 13.440.000 €  gerade einmal 36% des Gesamtaufwandes ausmachte und 64% durch Kredite finanziert wurden.

 

Nur 54% des Anlegerkapitals flossen in den Bau des Schiffes, 23% in Vertriebsprovisionen

Auch über die Verwendung der von ihnen als Anleger aufzubringenden Mittel im Rahmen des HCI Schiffsfonds MS "Hammonia Fortuna" wurden unsere Mandanten im Unklaren gelassen. Der Berater hat ihm nicht mitgeteilt, dass nur 54% des Anlegerkapitals für den Bau des Schiffes und die Baunebenkosten Verwendung finden, während 46% des Anlegerkapitals für nichtinvestive Zwecke wie Bauzwischenfinanzierungszinsen, vorbereitende Bereederung, Gründungs- und Emissionskosten fließen. Dabei machen die für die Vermittlung der Anleger gezahlte Vergütung, also die so genannten Vertriebsprovisionen alleine 23 % des von den Anlegern aufzubringenden Kapitals aus. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist über Vertriebskosten von mehr als 15% ausdrücklich im Rahmen der Beratung zu informieren.  

 

Beteiligung mit hohen Risiken

Die uns bekannten Anleger des HCI Fonds "Hammonia Fortuna" wurde nicht explizit darauf hingewiesen, dass es sich bei dem Fonds um eine unternehmerische Beteiligung handelt, die nur für Anleger geeignet ist, die Teile ihres Vermögens in eine unternehmerische Anlageform investieren möchten und die gegebenenfalls den bei einem unerwartet negativen wirtschaftlichen Verlauf eintretenden Verlust, gegebenenfalls auch einen Totalverlust ihres investierten Geldes, in Kauf nehmen können.

 

Unsichere Einnahmen gefährden den Erfolg der Anlage

Ebenso wenig wurden sie darauf hingewiesen, dass die Einnahmen des Schiffes keinesfalls sicher sind. Das Fondsschiff des HCI Schiffsfonds MS „Hammonia Fortuna“ verfügt nicht über eine Festcharter (ist nicht fest angemietet), sondern gehört einem so genannten Einnahmepool an, bei dem die Einnahmen aller Schiffe untereinander verteilt werden. Da die für Containerschiffe gezahlten Charterraten (Mieten) unter anderem starken konjunkturellen Schwankungen unterliegen, besteht die Möglichkeit, dass die Einnahmen erheblich hinter den im Prospekt prognostizierten Einnahmen zurückbleiben. Dies kann zur Folge haben, dass die Fondsgesellschaft MS "Hammonia Fortuna" Schiffahrts GmbH & Co. KG die an die Banken für aufgenommenen Kredite zu leistenden Zahlungen nicht mehr erbringen kann, so das die Bank im schlimmsten Fall den Kredit kündigt und das Schiff verwertet. Da der Schiffspreis auch von den dann erzielbaren Chartereinnahmen abhängt, übersteigen Erlöse von zwangsversteigerten Schiffen in der Regel nicht die Darlehensschulden. Die Anleger gehen leer aus.

 

Hohes Risiko durch Kreditaufnahme in Japanischem Yen

Da ein Teil der vom des HCI Schiffsfonds MS "Hammonia Fortuna" aufzunehmenden Kreditmittel in JPY aufgenommen wurde, die Einnahmen des Fonds aber in US$ erzielt werden, besteht ein erhebliches Währungsrisiko, welches zu größeren Verwerfungen durch Wechselkursschwankungen führen kann. Aufgrund des hohen Fremdfinanzierungsanteils des Fonds kann dies nicht nur Auswirkungen auf die Liquidität des Fonds infolge der in US$ steigenden Kapitaldienstaufwendungen sondern auch zu einer Zahlungsunfähigkeit des Fonds und zur Kreditkündigung mit anschließender Verwertung des Fondsobjekts und somit zum Totalverlust für die Anleger führen. Hierauf hätte der Berater ausdrücklich hinweisen müssen.

 

Schiffsfonds der HCI Capital AG

 

Haben Sie Fragen zu Ihrer Beteiligung am des HCI Schiffsfonds MS "Hammonia Fortuna"? Wollen auch Sie wissen, ob Sie falsch beraten wurden?

Rufen Sie uns an, wir helfen Ihnen gerne!


Ihr Ansprechpartner

Mathias Nittel


Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
t: 06223 - 72 98 080
f: 06223 - 72 98 099
e: nittel@nittel.co


Ihr Ansprechpartner

Michael Minderjahn


Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
t: 06223 - 72 98 080
f: 06223 - 72 98 099
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