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Hanse Capital - Container-Flotten-Fonds: Schadenersatz für Schiffsfondsanleger

Totalverlust für Anleger

++ HC Container-Flotten-Fonds - Anleger sollten umgehend Ansprüche wegen Falschberatung und Prospektfehlern prüfen lassen ++ 


Fast 40 Mio. €wurden im  Jahr 2005 von 1.184 Anleger, die als Kleinanleger zumeist weniger als 50.000 € angelegt haben,  in den Hanse Capital Container Flotten Fonds investiert. Für jeweils 9,4 Mio. € wurden die vier 1.129-TEU-Container Frachter HC Julia, HC Klara, HC Laura und HC Maria gekauft.  

 

Insolvenzverfahren für Fonds und Fondsschiffe

Die HC "Container-Flotten-Fonds" Beteiligungs GmbH & Co. KG hat noch vor dem Jahresende 2011 Insolvenzantrag gestellt. Mit Beschluss vom 16.01.2012 hat das Amtsgericht Lingen nunmehr einen vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Für die dort beteiligten Anleger dürfte damit praktisch der Verlust ihrer Einlage feststehen.Auch für die Einschiffsgesellschaften wurde  das vorläufige Insolvenzverfahren eröffnet.

 

Fonds investierte in überalterte Schiffe

Die Schiffe waren zum Zeitpunkt des Fondsvertriebs im Jahr 2005 bereits neun Jahre alt. Der Brancheninformationsdienst fondstelegramm schrieb dazu in seiner Analyse vom 27. Juni 2005: "Wer inklusive Fondskosten 23.600 US-Dollar pro TEU für neun Jahre alte Schiffe bezahlt, muss ein unverbesserlicher Optimist sein", und kritisierte die Fondskonzeption, die "in der Kalkulation einige der bekannten Register des Schönrechnens" zieht. Im Zentrum der Kritik: Die nach Ansicht des fondstelegramm utopischen Annahmen hinsichtlich der  zu erzielenden Einnahmen aus der Anschlusscharter.

 

Werbung mit großen Versprechen

Versprochen wurden Ausschüttungen von 9% ab 2007, die auf bis zu 15% ansteigen sollten. Beworben wurde das Konzept mit folgenden Aussagen:

  • „Investition in vier Containerschiffe mit hervorragender Spezifikation"
  • Hoher Bedarf in diesem Größensegment
  • Im Marktvergleich günstiger Kaufpreis
  • Höhere Tragfähigkeit gegenüber anderen Schiffen dieser Klasse
  • Risikostreuung durch vier Schiffe, drei Top-Charterer und unterschiedliche Charterlaufzeiten
  • Reine US-Dollar-Finanzierung
  • Turbo-Tilgung (über 70 % in 3,5 Jahren)
  • Ab 2009/2010 Minimum-Charterrate für Kapitaldienst und Schiffsbetriebskosten nur durchschnittlich 6.500 USD/Tag (historischer Tiefstand seit 1992 ca. 6.700 USD/Tag)
  • Ab 2009/2010 bei nur 9.550 USD/Tag Chartereinnahmen 9 % Auszahlung möglich (Durchschnitt seit 1992 ca. 11.300 USD/Tag)
  • Restwert am Ende des Betriebskonzeptes mit 275 USD/Tonne nur als reiner Schrottwert kalkuliert
  •  „Konservative Prospektkalkulation“

 

Fonds ist wirtschaftlich gescheitert, Sanierung war ein Flop

Die geweckten Erwartungen sind nicht eingetreten. Vielmehr hat sich die pessimistische Einschätzungen der fondstelegramm-Analysten im Nachhinein als richtig erwiesen. Von Anfang an vorhandene strukturelle Probleme der Fondskonzeption haben sich realisiert. Bereits seit Januar 2009 konnten die planmäßigen Tilgungen der Schiffshypothekendarlehen aufgrund stark hinter den Prognosen zurückgebliebener Charter-Einnahmen nicht mehr gezahlt werden. Das im August 2009 beschlossene Sanierungskonzept, an dem sich Anleger mit weiteren 2.62 Mio. € beteiligt haben, ist nicht zuletzt infolge der dramatischen Entwicklung der Charterraten gescheitert.

 

Totalverlust für die Anleger

Für die Anleger bedeutet die Insolvenz des HC Container Flotten Fonds den Verlust ihres eingesetzten Kapitals. Denn die Verwertungserlöse der Schiffe wird aller Voraussicht nach nicht ausreichen, die bestehenden Darlehensverbindlichkeiten zu tilgen. Ob der Insolvenzverwalter in der Vergangenheit geleistete Ausschüttungen zurückfordern wird, bleibt abzuwarten.

 

Schadenersatzansprüche für betroffene Anleger

Für die Anleger der HC "Container-Flotten-Fonds" Beteiligungs GmbH & Co. KG sehen wir nach den bisherigen Gesprächen mit betroffenen Anlegern gute Chancen für die Durchsetzung von Schadenersatzansprüchen gegen die Berater und beratenden Banken und Sparkassen. Schadenersatzansprüche können sich insbesondere daraus ergeben, dass

  • die Kapitalanleger nicht darüber aufgeklärt wurden, dass und in welcher Höhe Darlehen aufgenommen wurden, nämlich über 52%,
  • dass über 23% (ohne Agio) des von ihnen investierten Geldes nicht werthaltig in die Schiffe investiert, sondern für die so genannten Weichkosten, also  insbesondere für Provisionen verwendet wurden,
  • dass der Fonds wurde als sichere Anlage angepriesen und
  • über Risiken der Beteiligung wurde in der Beratung gar nicht gesprochen wurde,
  • der Fonds sichere regelmäßige Auszahlungen erwirtschaften sollte,
  • die Fondsbeteiligung als Altersvorsorge empfohlen wurde, obwohl sie dafür gänzlich ungeeignet sind,
  • darüber, welche Vertriebsprovisionen (kickbacks) insgesamt anfallen und wie viel der Berater oder die beratende Bank oder Sparkasse davon erhält, in der Beratung nicht gesprochen wurde.

 

Zahlreiche Prospektfehler

 

Hinzu kommt, dass der Emissionsprospekt zahlreiche Fehler aufweist. Zu erwähnen sind insbesondere:

  • Unzureichende Aufklärung über das Risiko des Wiederauflebens der Einlageverpflichtung.
  • Angaben zur fehlenden Veräußerbarkeit von Fondsanteilen irreführend.
  • Kein Hinweis auf anlagegefährdende Risiken.
  • Keine Angaben zur historischen Entwicklung der Charterraten vergleichbarer Schiffe.
  • Fehlende Erläuterung der Zusammensetzung der Schiffsbetriebskosten.
  • Unzureichende Darstellung der Mittelverwendung, Anteil weicher Kosten am Anlegerkapital nicht ausgewiesen.
  • Agio bei Mittelzufluss und Mittelabfluss nicht berücksichtigt,
  • Kapitalbeschaffungskosten falsch angegeben.

 

Sowohl Beratungsfehler, als auch Prospektfehler begründen Schadenersatzansprüche gegen die Berater beziehungsweise die beratende Bank oder Sparkasse.

 

Anleger des HC Container Flotten Fonds sollten daher von erfahrenen Fachanwälten prüfen lassen, ob in ihrem konkreten Fall die Chance besteht, das verlorene Geld im Wege des Schadenersatzes zurückzubekommen.

 

Haben Sie Fragen zu Ihrer Beteiligung am HC Container Flotten Fonds? Wollen auch Sie wissen, ob Sie falsch beraten wurden und ob Sie Chancen zur Durchsetzung von Schadenersatzansprüchen haben?

 

Rufen Sie uns an, wir wissen, wie Sie zu Ihrem Recht kommen!

 


Ihr Ansprechpartner

Mathias Nittel


Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
t: 06223 - 72 98 080
f: 06223 - 72 98 099
e: nittel@nittel.co


Ihr Ansprechpartner

Michael Minderjahn


Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
t: 06223 - 72 98 080
f: 06223 - 72 98 099
e: minderjahn@nittel.co




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