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CS Euroreal und SEB ImmoInvest:
Kommt auch hier wie beim KanAm Grundinvest die Liquidation?

Für Anleger der offenen Immobilienfonds CS Euroreal und SEB ImmoInvest, bei denen die Frist zur Wiedereröffnung im Mai 2012 ausläuft, stellt sich nach der Entscheidung zur Liquidation des offenen Immobilienfonds KanAm Grundinvest mehr denn je die Frage, ob auch ihre Fonds endgültig geschlossen bleiben und liquidiert werden. Die Aussichten für eine Wiedereröffnung haben sich durch das KanAm Aus nicht verbessert. Wie sollen sie weiter vorgehen: Die mögliche Liquidation der Fonds abwarten oder Schadenersatzansprüche geltend machen?


 

KanAm Grundinvest Schließung


Die Entscheidung der Geschäftsführung des KanAm Grundinvest, den Fonds nicht wieder zu öffnen sondern zu liquidieren, kam für viele Beobachter nicht überraschend. Für Anleger der offenen Immobilienfonds CS Euroreal und SEB ImmoInvest, bei denen die Frist zur Wiedereröffnung im Mai 2012 ausläuft, stellt sich nun mehr denn je die Frage, ob auch ihre Fonds endgültig geschlossen bleiben und liquidiert werden.

 

Negative Vorzeichen nach Aus für KanAm Grundinvest


Nach Ansicht von Fachanwalt Mathias Nittel, dessen Kanzlei zahlreiche Anleger offener Immobilienfonds vertritt, ist die Situation für den CS Euroreal und den SEB ImmoInvest durch das Aus für den KanAm Grundinvest nicht besser geworden: „Ohne Zweifel hat dies sehr negative Auswirkungen auf die Perspektiven der Credit Suisse und der SEB, ihre Fonds CS Euroreal und SEB ImmoInvest noch vor Mai erfolgreich wieder öffnen zu können.“

 

Davon geht auch die SEB Asset Management aus: „Das Marktumfeld wird durch die Entscheidung der Kanam Grund sicherlich nicht einfacher, dennoch halten wir an dem Ziel der Wiedereröffnung des SEB ImmoInvest fest“, zitiert DAS INVESTMENT.COM eine Unternehmenssprecherin. Erforderlich für eine erfolgreiche Wiedereröffnung ist bei beiden Fonds die Erhöhung der verfügbaren Liquidität. Anlegeranwalt Nittel: “Um dies sicherzustellen, müssen sowohl SEB ImmoInvest als auch CS Euroreal in der verbleibenden Zeit die Verkaufsbemühungen für einige Objekte erfolgreich abschließen.“ Ob dies gelingen wird, oder ob auch diese beiden großen Fonds scheitern, bleibt abzuwarten.

Abwarten kann zum Verlust von Schadenersatzansprüchen führen


Für die Anleger der offenen Immobilienfonds stellt sich die Frage nach dem weiteren Vorgehen: Die Schließung der Fonds abwarten oder Schadenersatzansprüche geltend machen?

 

In zahlreichen Fällen wurden Anleger offener Immobilienfonds falsch beraten. Sie haben gute Chancen, ihr investiertes Geld als Schadenersatz zurückzubekommen. Aber sie müssen jetzt handeln. Warten sie die voraussichtlich 5 Jahre dauernde Liquidation des Fonds ab, wie sie beispielsweise für den KanAm Grundinvest geplant ist, sind Schadenersatzansprüche in jedem Fall verjährt.

 

Schadenersatzansprüche stehen den Anlegern dann zu, wenn der empfohlene Fonds entweder für ihre Anlageziele und Risikobereitschaft nicht geeignet war, also nicht zu ihnen passte, oder wenn sie über den Fonds, dessen Funktionsweise und die mit ihm verbundenen Risiken nicht oder unzutreffend informiert wurden.

  • So wurde beispielsweise in einigen Fällen Anlegern Anteile an offenen Immobilienfonds wie KanAm Grundinvest, CS Euroreal oder SEB ImmoInvest trotz deutlicher Anzeichen von Liquiditätsproblemen in der ersten Krise der offenen Immobilienfonds von Oktober 2008 bis Februar 2009 als sichere Kapitalanlage angeboten, ohne auf die bereits erfolgte Aussetzung der Rücknahme von Anteilen anderer offener Immobilienfonds hinzuweisen, zum Teil auch ohne Hinweis auf die bereits erfolgte Aussetzung der Rücknahme von Anteilen am KanAm Grundinvest, CS Euroreal und SEB ImmoInvest.

  • Ebenfalls unterlasen wurde es oftmals, auf die Vielzahl von Berichten in der Wirtschaftspresse hinzuweisen, die sich Ende 2007, Anfang 2008 mit den enormen Risiken der Entwicklung der Weltwirtschaft und der weltweiten Immobilienkrise und deren Auswirkungen auf offene Immobilienfonds befasst haben.

  • Teilweise wurden offene Immobilienfonds auch wahrheitswidrig als mündelsichere Anlagen dargestellt.

  • Auch wurde Seitens der den Fonds vertreibenden Banken in der Beratung oftmals nicht auf deren eigenes Provisionsinteresse (so genannte kickbacks hingewiesen.

 

Dies sind nur einige wenige Beispiele für mögliche Falschberatungen im Zusammenhang mit der Empfehlung zur Zeichnung eines offenen Immobilienfonds wie KanAm Grundinvest, CS Euroreal und SEB ImmoInvest. Die Folge der Falschberatung: Der Berater, die beratende Bank oder Sparkasse ist zum Schadenersatz verpflichtet. Das heißt, er muss dem Anleger das investierte Kapital zurückzahlen.

 

Die Anlegerkanzlei Nittel vertritt zahlreiche Anleger des KanAm Grundinvest, CS Euroreal und SEB ImmoInvest sowie anderer offener Immobilienfonds und Immobiliendachfonds und konnte bereits in vielen Fällen außergerichtliche und gerichtliche Lösungen herbeiführen.


Ihr Ansprechpartner

Mathias Nittel


Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
t: 06223 - 72 98 080
f: 06223 - 72 98 099
e: nittel@nittel.co




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