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MPC "Santa P-Schiffe 2"

Schadenersatz für Fondsanleger

26.08.2014 - Rund 87 Mio. € investierten Anleger in Jahr 2007 in den Schiffsfonds MPC "Santa P Schiffe 2" und beteiligten sich so an vier Panamax-Containerschiffen, der MS "Santa Pamina", der MS "Santa Placida", der MS "Santa Pelagia" und der MS "Santa Petrissa". Der Fonds befindet sich in wirtschaftlicher Schieflage. Die Einnahmen bleiben hinter den prospektierten Annahmen zurück, Ausschüttungen sind nicht möglich. Mit der MS "Santa Petrissa" musste das erste Fondsschiff bereits im Dezember 2013 Insolvenz anmelden. Anlegern drohen angesichts der fehlenden Aussichten für einen Anstieg der Chartereinnahmen erhebliche Verluste.

 

Angesichts der unerfreulichen Entwicklung, die der Schiffsfonds genommen hat und der deutlich gewordenen Verlustrisiken, ist es für betroffene Anleger des MPC-Fonds "Santa P-Schiffe 2"“ um so wichtiger, die Möglichkeit der Erlangung von Schadenersatz in Betracht zu ziehen. Die Chancen hierfür stehen nicht schlecht.

 

Völlig unzureichende Aufklärung über Risiken

 

Aus Gesprächen mit zahlreichen Anlegern, denen der Fonds von der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (ApoBank), diversen Sparkassen und Volksbanken, der Postbank Finanzberatung und anderen nicht bankgebundenen Beratern vermittelt wurde, wissen wir, dass diese oftmals über die Risiken der Beteiligung von ihren Beratern vor der Zeichnung des Fonds nicht informiert wurden. Die Risiken der Beteiligung hätten daher einen wesentlichen Teil der Beratung bilden müssen.

 

Doch die Beratungen im Zusammenhang mit der Beteiligung an dem MPC-Fonds "Santa P-Schiffe 2" mit denen wir uns für unsere Mandanten bislang befasst haben, weisen erhebliche Aufklärungspflichtverletzungen auf, von denen nachfolgend einige wenige genannt werden:

 

  • Kein Hinweis auf Totalverlustrisiko: Nur ein geringer Teil der uns bekannten Schiffsfondsanleger wurde über diesen bedeutsamen Umstand informiert.

 

 

  • Kein Zweitmark für "gebrauchte" Fondsbeteiligungen: Für Anteile an geschlossene Fonds gibt es keinen geregelten Zweitmarkt. Eine Veräußerung der Anteile ist daher in der Regel gar nicht oder nur mit erheblichen Preisabschlägen möglich.

 

  • Keine Informationen über Risiken schwankender Charterraten: Der massive Ausbau der weltweiten Schiffsflotte, der im Jahr 2003 begann, hat zu einem erhöhten Wettbewerbsdruck und damit zu sinkenden Charterraten geführt. Diese Entwicklung, die in der Fach- und Wirtschaftspresse bereits seit 2005 vorhergesagt wurde, ist 2008 eingetreten.

 

  • 26% Weichkosten verschwiegen: Das von den Anlegern in den MPC-Fonds "Santa P-Schiffe 2" investierte Geld ist nicht nur für den Kauf des Fondsschiffes aufgewandt worden. Nach unseren Berechnungen flossen 26% des Emissionskapitals in nicht investive Verwendungen, also diverse Dienstleistungsvergütungen (einschließlich Vertriebskosten),

 

  • Risiko des Widerauflebens der Anlegerhaftung verschwiegen: Als Kommanditist haften die Schiffsfondsanleger grundsätzlich nur in Höhe ihrer Einlage. Ist diese geleistet, erlischt die Haftung für Gesellschaftsverbindlichkeiten. Wie lebt jedoch wieder auf, wenn Ausschüttungen gezahlt werden, bei denen es sich nicht um Bilanzgewinne der Gesellschaft handelt. Dies war nach der Konzeption des Fonds "Santa P-Schiffe 2" der Fall. Aus diesem Grund müssen Schiffsfondsanleger im Falle der Insolvenz der Fondsgesellschaft in der Regel die gesamten Ausschüttungen an den Insolvenzverwalter zurückzahlen.

 

  • Kein Hinweis auf Höhe der Vertriebsaufwendungen: Die im Vertrieb tätigen Anlageberater wären verpflichtet gewesen, die Anleger darauf hinzuweisen, welcher Anteil der von ihnen investierten Gelder bei dem MPC-Fonds "Santa P-Schiffe 2" für Vertriebskosten eingeplant ist, da diese nach unseren Berechnungen 15% des Emissionskapitals übersteigen.

 

  • Keine Information über Provisionsinteresse der Banken und Sparkassen: Banken und Sparkassen, die den Fonds vertrieben haben, wären verpflichtet gewesen, ihre Kunden darauf hinzuweisen, dass sie Provisionen in Höhe von 14% des gezeichneten Emissionskapitals erhalten. Dies ist in keinem der uns bekannten Fälle geschehen.

 

Haben Sie Fragen zu Ihrer Fondsbeteiligung am MPC-Fonds "Santa P-Schiffe 2"? Möchten Sie wissen, wie Ihre Chancen stehen, Schadenersatzansprüche durchzusetzen?

 

Rufen Sie uns an, wir wissen, wie Sie zu Ihrem Recht kommen!


Ihr Ansprechpartner

Mathias Nittel


Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
t: 06223 - 72 98 080
f: 06223 - 72 98 099
e: nittel@nittel.co


Ihr Ansprechpartner

Michael Minderjahn


Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
t: 06223 - 72 98 080
f: 06223 - 72 98 099
e: minderjahn@nittel.co




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