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MPC Offen Produktentanker Flottenfonds - Anlegern droht Totalverlust

Schadenersatz für Schiffsfondsanleger wegen Prospektfehlern und Falschberatung

Die schlechte Ertragssituation auf den weltweiten Schiffsmärkten fordert offensichtlich ein weiteres Opfer. Der Fonds MPC Offen Produktentanker Flottenfonds steht vor dem endgültigen Aus. Für die rund 3.000 Anleger, die in den Jahren 2007 und 2008 rund 77,8 Mio. € investiert haben, gibt es kaum noch Hoffnungen, den Totalverlust ihrer Einlage abzuwenden. Der Brancheninformationsdienst fondstelegramm schreibt: "Das Anlegerkapital in der CPO Produktentanker Flottenfonds dürfte verloren sein."

 

Wurden die Einnahmen des Fonds zu optimistisch kalkuliert?

Die 8 Fondsschiffe des Fonds MPC Offen Produktentanker Flottenfonds hatten von Anfang an keine Festcharter, die für den Vertragszeitraum Einnahmesicherheit versprochen hätte, sondern fuhren in einem Einnahmepool, dessen Einnahmen von Anfang an den Marktschwankungen unterlagen. Bereits  Anfang 2010 lagen diese um mehr als 50 Prozent unter dem prospektierten Wert von 20.850 US$ je Schiff und Tag. 18.000 US$/Tag und Schiff wären laut fondstelegramm erforderlich, um die Kosten zu decken und planmäßig zu tilgen. Erhebliche Tilgungsrückstände sind zwangsläufig die Folge.

 

Daran, dass die Fondskalkulation für den Fonds MPC Offen Produktentanker Flottenfonds mit der erforderlichen kaufmännischen Sorgfalt aufgestellt worden ist, ergeben sich zumindest ernsthafte Zweifel. So schwankte die Tagescharter im Zeitraum von 1996 – 2004 um die 15.000 US$ und war erst 2005 stark angestiegen, was ausschlaggebend für einen Zehnjahresdurchschnitt von 19.500 US$ war. (Fondsprospekt Seite 42) Heranzuziehen ist auch die Schwankungsbreite bei der Zehnjahresbetrachtung. Danach schwankten die Chartereinnahmen zwischen rund 10.000 US$/Tag und 29.000 US$/Tag. Ausgehend vom 10-Jahresdurchschnitt bedeutet dies eine Volatilität von fast 100 %.  Wenn je Schiff 18.000 US$/Tag benötigt wurden, um Kosten und Kapitaldienst zu leisten, heißt dies, dass der Fonds bereits ab einem Einnahmerückgang um knapp 14% in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten musste.

 

Ob vor diesem Hintergrund die als „Sensitivitätsanalysen“ bezeichneten Risikoszenarien im Prospekt des  Fonds MPC Offen Produktentanker Flottenfonds, die als Mindereinnahme von einer Tagescharter von 19.500 US$ ausgehen, den an sie zu stellenden Anforderungen genügen, ist zu bezweifeln.

 

 

Wurden Anleger über die Risiken richtig aufgeklärt?

Bei der Beteiligung an dem Fonds MPC Offen Produktentanker Flottenfonds handelte es sich von Anfang an um eine unternehmerische Beteiligung mit erheblichen Verlustrisiken, die bis hin zum Totalverlust der Einlage gingen.

 

Darüber, was mit der Fondsbeteiligung passieren würde, wenn die Chartereinnahmen auf den langjährigen Durchschnittswert von rund 15.000 US$ zurückgehen würden, enthält der Prospekt des Fonds MPC Offen Produktentanker Flottenfonds keine Angaben.

 

Anleger des Fonds MPC Offen Produktentanker Flottenfonds hätten unserer Meinung nach zumindest darüber aufgeklärt werden müssen, welchen Schwankungen die Tagescharterraten in den letzten 10 Jahren unterlegen haben, und welchen Einfluss dies auf die wirtschaftliche Entwicklung des Fonds haben könnte.

 

 

Auswirkung der riskanten Kreditvertragsklausel im Prospekt nur unzureichend dargestellt

Eine besondere Bedeutung kommt beim Fonds MPC Offen Produktentanker Flottenfonds der so genannten „105%-Klausel“ in den Kreditverträgen der einzelnen Schiffsgesellschaften zu. Der Prospekt enthält zwar Angaben dazu, wie sich diese auf die Liquiditätsbelastung der Schiffsgesellschaften auswirken kann. Es fehlen aber Aussagen dazu, dass die finanzierenden Banken dann, wenn die Schiffsgesellschaften aufgrund von Liquiditätsproblemen die Mehrbelastungen nicht tragen können, die Kredite kündigen und die Schiffe des Fonds MPC Offen Produktentanker Flottenfonds verwerten können, was zu einem Totalverlust der Einlage führen kann.

 

Schiffswert deckt nicht einmal die Kredite

Das fondstelegramm rechnet damit, dass bei einer Veräußerung der Schiffs derzeit 25 bis 30 Mio. US$ je Schiff zu erzielen sein dürften, so dass der Verkaufserlös aller 8 Tanker maximal 240 Mio. US$ erlösen würde. Das sei weniger als die derzeitige Gesamtdarlehensbelastung von rund 300 Mio. US$, so dass auch die Banken mit Verlusten rechnen müssten, so das fondstelegramm. Das Kapital der Anleger des  Fonds MPC Offen Produktentanker Flottenfonds wäre damit vollständig verloren.

 

Schadenersatz wegen Prospektfehlern und Falschberatung

 

Für die Anleger des Fonds MPC Offen Produktentanker Flottenfonds sehen wir gute Chancen für die Durchsetzung von Schadenersatzansprüchen gegen die Prospektverantwortlichen und die Anlageberater.

 

Möchten Sie wissen, welche Möglichkeiten Sie haben, den drohenden Schaden abzuwenden? Sprechen Sie uns an, wir helfen Ihnen gerne.


Ihr Ansprechpartner

Mathias Nittel


Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
t: 06223 - 72 98 080
f: 06223 - 72 98 099
e: nittel@nittel.co




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