DS Rendite Fonds Nr. 116 – DS National: Chartereinnahmen weit unter Plan, Ausschüttungen bleiben ausgesetzt

23. November 2012 – Schwere Zeiten für die 1.400 Anleger des vom
Emissionshaus Dr. Peters im Jahr 2006 aufgelegten DS-Fonds Nr. 116 – DS
National. Das für einen Preis von 80 Mio. US-Dollar gekaufte und im Jahr
2001 in Dienst gestellte Containerschiffe erzielte lediglich 67,5% der
prospektierten Chartereinnahmen. Im Jahr 2011 waren dies, wie der
Leistungsbilanz des Emissionshauses zu entnehmen ist, gerade einmal
7.587.000 € anstelle der prospektierten 11.241.000 €. Das
Betriebsergebnis von 2.286.000 € reicht nicht aus, um die prospektierten
Ausschüttungen zu zahlen. Gerade einmal 16% des Kapitals wurden bislang
ausbezahlt, anstatt der prospektierten 39%.

 

Wie werden sich die Chartereinnahmen der Schiffe entwickeln?

 

Ob
die Einnahmen ausreichen werden, um auf absehbare Zeit wieder
Ausschüttungen zu ermöglichen, ist angesichts der schwierigen
Marktverhältnisse fraglich. Ausweislich der Prognosen der HSH Nordbank,
einem der größten Schiffsfinanzierer ist eine Erholung des
Chartermarktes nicht vor 2014 zu erwarten. In seinem Marktbericht „Shipping Monthly Container“ von Anfang September 2012 schreibt die Bank: Nachfrage
bleibt hinter den Erwartungen zurück, hohe Bunkerpreise belasten
Ergebnisse der Linienreedereien, Charterraten tendierten zuletzt wieder
abwärts, Unsere Prognose: Ab 2014 allmähliche Rückkehr auf ein
auskömmliches Charterratenniveau.

 

Legt man diese
Prognose zu Grunde, ist auch für das Jahr 2013 nicht mit einem
signifikanten Anstieg der Charterraten zu rechnen und erst ab 2014 mit einem „allmählichen“ Anstieg zu rechnen.

 

Realistische Chancen zur Durchsetzung von Schadenersatzansprüchen

 

Anleger
des DS-Fonds Nr. 116 – DS National stehen nun vor der Frage, ob sie der
Situation tatenlos zusehen wollen, oder ob sie ihre bestehenden Chancen
nutzen wollen, ihre Beteiligung im Wege des Schadenersatzes –
wirtschaftlich betrachtet – „rückabzuwickeln“. Die Chancen hierfür
stehen in der Regel gut, da die Beratung durch die Bankberater in
vielerlei Hinsicht regelmäßig fehlerhaft war.

 

Völlig unzureichende Aufklärung über Risiken

 

Aus
Gesprächen mit zahlreichen Anlegern wissen wir, dass diese über die
Risiken, die sich in der gegenwärtigen Krise des Fonds verwirklicht
haben, von ihren Beratern vor der Zeichnung des Fonds nicht
beziehungsweise nicht vollständig informiert wurden. Geschlossene Fonds
sind, wie der Bundesgerichtshof in seinem Urteil zu Az. III ZR 249/09
formuliert, unternehmerische Beteiligungen die als solche das Risiko
bergen, dass das eingesetzte Kapital zumindest zu einem Teil, wenn nicht
sogar vollständig (Totalverlust) verloren gehen kann. Die Risiken der Beteiligung hätten daher einen wesentlichen Teil der Beratung bilden müssen.

 

  • Kein Zweitmarkt für „gebrauchte“ Fondsbeteiligungen:
    Die Anleger des DS-Fonds Nr. 116 – DS National können die Beteiligung
    erst nach einer langen Bindungszeit kündigen. Vorher besteht keine
    Chance, an ihr Geld zu kommen. Da es keinen geregelten Zweitmarkt für
    gebrauchte Fondsbeteiligungen gibt ist eine Veräußerung nahezu
    ausgeschlossen. Außerdem ist äußerst unwahrscheinlich, dass sie, sollte
    ein Käufer gefunden werden, das investierte Kapital als Preis erhalten.
    Hier sind regelmäßig erhebliche Abstriche hinzunehmen.

  • Hohe Vertriebsprovisionen verschwiegen:
    Beratende Banken und Sparkassen haben für den Vertrieb von
    Schiffsfondsanteilen hohe Provisionen erhalten, dies aber gegenüber
    ihren Kunden, denen sie die Beteiligung empfohlen haben, nicht
    offengelegt. In einem für eine Commerzbank Kundin geführten Rechtsstreit
    lies die Bank beispielsweise vortragen, ihr sei noch im Jahr 2008 gar
    nicht bekannt gewesen, dass sie verpflichtet sei, über diese
    Provisionseinnahmen (so genannte kickbacks)
    aufzuklären. Unterblieb die Aufklärung über die Provisionen, hat der
    Anleger Schadenersatzansprüche gegen seine Bank oder Sparkasse.

  • Schiffsfonds als Altersvorsorge nicht geeignet:
    Viele Mandanten berichten, dass ihnen die Schiffsfondsbeteiligung als
    Altersvorsorge bzw. Anlage im Alter empfohlen wurde. Da eine
    Schiffsfondsbeteiligung eine unternehmerische Beteiligung ist, die mit
    hohen Verlustrisiken verbunden ist, die bis zum Totalverlust führen
    können, ist sie als Altersvorsorge völlig ungeeignet. Der
    Bundesgerichtshof hat daher entschieden, dass Beteiligungen an geschlossenen Fonds nicht als Altersvorsorge empfohlen werden dürfen.

 

Da
bestimmte Fehler in der Beratung immer wieder auftauchen, sehen wir
vielversprechende Chancen zur Durchsetzung von Schadenersatzansprüchen
wegen der Verletzung von Pflichten aus den jeweils geschlossenen
Beratungsverträgen.

 

Möchten
Sie als Anleger des DS-Fonds Nr. 116 – DS National wissen, ob Ihnen
Schadenersatzansprüche zustehen? Rufen Sie uns an, wir helfen Ihnen
gerne.