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Rente auf Pump -
Kreditfinanzierte Renten- und Lebensversicherungen mit hohem Risiko

Clerical Medical: Bundesgerichtshof macht den Weg für Ansprüche von CMI Anlegern frei - ausführliche Informationen zu den Entscheidungen des Bundesgerichtshofs

 

Hier geht es zu den Spezialseiten zu den Auswirkungen der BGH-Entscheidungen für Anleger von EuroPlan, Individualrente, Lex Konzept Rente und Smart In Konzept

 

„Es klang doch so viel versprechend“, bekamen wir von einem Mandanten zu hören, der uns wegen seiner kreditfinanzierten britischen Lebensversicherung konsultierte. Er solle ein zinsgünstiges Darlehen aufnehmen und dieses in eine britische Rentenversicherung investieren. Da deren Rendite über den Kreditzinsen liege, bezahlten sich die Kreditzinsen von selbst und er erziele noch einen Überschuss. Zahle er diesen regelmäßig in einen Investmentsparplan ein, könne er mit diesem später das Darlehen tilgen. Die lebenslange Rente hätte er so ohne eigene Zahlungen erworben. Dass es sich um ein hoch spekulatives Geschäft auf Kredit mit enormen Verlustrisiken handelte, wurde unserem Mandanten von seinem Anlageberater nicht gesagt.

 

Das „Rentenmodell“

 

Derartige Modelle wurden und werden unter Bezeichnungen wie wie Sicherheits-Kompakt-Rente (SKR) der Schneegruppe oder Schnee-Rente, LEX-Konzept Rente, System-Rente, Novarent, EuroPlan, Smart In Konzept, Euro-Wealth Plan, Individualrente oder Sparenta Kombi-Rente angeboten. Auch wenn sie sich in den Details unterscheiden, basieren sie dem Grunde nach auf einem komplexen Modell:

• Der Anleger nimmt einen Kredit auf, dafür bezahlt er für die Laufzeit von 10 oder 15 Jahren Zinsen.

• Den Kredit investiert er in eine Lebens- und/oder Rentenversicherung. Die Rentenzahlungen beginnen sofort.

• Mit der Rente werden zunächst die Kreditzinsen beglichen.

• Erst nach der Laufzeit des Darlehens tilgt der Anleger die Schuld – auf einen Schlag.

So fallen permanent hohe laufende Kreditzinsen an, die der Versicherte als Werbungskosten steuermindernd geltend machen kann. Auch vorab gezahlte Zinsen in Form eines Disagios lassen sich steuerlich mit anderen Einkünften verrechnen. Die Rente ist dagegen altersabhängig nur mit ihrem Ertragsanteil zu versteuern.


Auf den ersten Blick klangen diese Modelle plausibel. Nicht zuletzt aufgrund der in den uns bekannten Beratungen hervorgehobenen, in der Vergangenheit von Clerical Medical, einem der Anbieter von britischen Lebensversicherungen mit Einmalzahlung, erwirtschafteten Renditen. Auch in schwierigen Jahren, so die Werbung von Clerical Medical, seien immer Bonuszahlungen geleistet worden.

Insbesondere durch zahlreiche Landesbanken und deren Tochtergsellschaften sowie zahlreiche weitere Banken und Sparkassen wurden die Lebens- oder Rentenversicherungen zu 100 % finanziert. Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank kreditierte derartige Modelle für Ärzte und Apotheker.

 

Existenzvernichtung statt Altersvorsorge

 

Viele dieser Modelle entwickelten sich nicht so, wie es bei der Beratung vorhergesagt wurde. Die desaströse Entwicklung auf dem Aktienmarkt von 2000 – 2003 führte zu massiven Einbrüchen bei den Renditen der abgeschlossenen Versicherungsprodukte und Investmentfonds. Manche Pools von Clerical Medical verloren in dem Börsencrash rund 45 % des Vermögenswertes. Kreditzinsen sind nur noch mit erheblichen Zuzahlungen aus eigenen Mitteln der Anleger erbracht worden. Angesichts der hohen Kredite, die im Vertrauen auf die Sicherheit der Konzepte aufgenommen wurden, können die massiv gesunkenen Renditen der Renten- oder Lebensversicherungen für die Anleger existenzbedrohende Dimensionen annehmen. Statt kalkulierter Renditen von 7,5 % - 8,5 % bei Clerical Medical beläuft sich der deklarierte Wertzuwachs seit 2005 auf lediglich 0,5 %. Wie hoch die abschließende Überschussbeteiligung ausfallen wird, ist aufgrund des nicht nachvollziehbaren Berechnungsmodus nicht bekannt. Auch Generali (Sparenta) hat ihre Rentenzahlungen gesenkt, ohne zufrieden stellende Begründung.

Viele Anleger sind heute schon nicht mehr in der Lage, die fälligen Zinsen zu zahlen. Die weit hinter den Erwartungen zurückbleibende Wertentwicklung der Renten- und Lebensversicherungen sowie Investmentfonds lässt darüber hinaus bereits jetzt befürchten, dass die Rückführung der Kredite entgegen der Zusicherungen der Berater allein aus den Ablaufleistungen nicht möglich sein wird. Statt eine zusätzliche Altersvorsorge zu schaffen, werden hier möglicher Weise bestehende Altersvorsorgen vernichtet werden und in die Darlehenstilgung fließen müssen.

BGH entscheidet zu Gunsten der Anleger

 

Nach zahllosen zum Teil auch verlorenen Gerichtsverfahren mit dem britischen Versicherer Clerical Medical, der in der überwiegenden Mehrzahl der Modelle die Versicherung stellte, auf verschiedensten Instanzen hat jetzt endlich der Bundesgerichtshof entschieden – vollumfänglich zu Gunsten der Anleger:

 

  • Der BGH sprach geschädigten Anlegern zum einen Schadenersatzansprüche im Zusammenhang mit fehlerhafter Beratung im Vorfeld der Beteiligung an so genannten „Rentenmodellen“ wie Sicherheits-Kompakt-Rente (SKR) der Schneegruppe oder Schnee-Rente, LEX-Konzept Rente, System-Rente, Novarent, Europlan, Smart-In Konzept, Euro-Wealth Plan, Individualrente zu.

 

  • Zum anderen stellte er die Verpflichtung von CMI fest, regelmäßige Auszahlungen, die in so genannten „Entnahmeplänen“ versprochen und in den Versicherungspolicen vorbehaltlos festgeschrieben sind, unabhängig von den dem Versicherungsvertrag zugeordneten Anteilseinheiten an einem Anlagepool für den gesamten in der Police genannten Zeitraum zu leisten, sofern der Vermittler im Beratungsgespräch nicht mit der erforderlichen Klarheit einen derartigen Vorbehalt erläutert hat.

Ferner verstoßen die abgeschlossenen Kreditverträgen oftmals gegen Vorschriften des Verbraucherkreditrechts. So ist in einem großen Teil der Fälle (Bayerische Landesbank, Apotheker und Ärztebank) der Gesamtbetrag aller von den Kreditnehmern zu erbringenden Leistungen fehlerhaft oder gar nicht angegeben. Dies allein hat eine erhebliche Reduzierung der Zinsbelastung für die Vergangenheit und die Zukunft sowie Ansprüche auf Rückzahlung zu viel geleisteter Zinsen zur Folge. Wir haben hier bereits außergerichtlich zufrieden stellende Lösungen erzielt. So reduzierte Deutsche Apotheker- und Ärztebank den Zinssatz auf 4 % und erteilte Gutschriften für die in der Vergangenheit überzahlten Zinsen.

 

OLG Dresden verurteilt Clerical Medical zum Schadensersatz bei fremdfinanziertem Anlagemodell

 

Kanzlei Nittel erstreitet Urteil für Anleger der Individualrente

 

 

Wir raten daher, gerade im Hinblick auf mögliche Verjährungsprobleme, die bei weiterem Abwarten eintreten können, den Betroffenen umgehend anwaltliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Wir stehen hierzu als eine der führenden Kanzleien in Deutschland auf dem Gebiet des Kapitalanlegerschutzes mit erfahrenen Anwälten zur Verfügung.  


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Ihr Ansprechpartner

Mathias Nittel


Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
t: 06223 - 72 98 080
f: 06223 - 72 98 099
e: nittel@nittel.co



Werbung mit unrealistischen Renditeerwartungen:
Clerical Medical unterliegt vor dem OLG Frankfurt

Eine sichere zusätzliche private Altersvorsorge sollte der Euro-Wealth Plan bieten. Mit einer durchschnittlichen jährlichen Rendite von 8,5% sollte der zur Finanzierung einer Einmalanlage in eine Versicherungspolice von Clerical Medical aufgenommene Kredit von 20.000 € getilgt werden und die Anlegerin aus einem weiteren Vertrag nach 25 Jahren eine monatliche Auszahlung von 1.000 € erhalten. Doch der Plan ging schief. Die allen Berechnungen zu Grunde gelegte langfristig im Durchschnitt zu erwartende Rendite von 8,5% war viel zu hoch angesetzt und wurde nie erzielt. Damit war das gesamte Modell von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Für die Anlegerin eine fatale Situation, denn den Kredit über 20.000 € musste sie aus eigenen Mitteln bedienen, die ihr nach 25 Jahren versprochene Zusatzrente war nicht mehr zu erwarten.  weiterlesen ›


Lex Konzept Rente: Anleger können nach BGH-Urteilen Schadenersatz von Clerical Medical fordern

Für mehr als zehntausend Anleger, die in Versicherungspolicen der britischen Gesellschaft Clerical Medical Investment Group Ltd. (CMI) mit den Bezeichnungen Wealthmaster Noble investiert haben, haben die langersehnten Urteile des Bundesgerichtshofs (BGH) vom 11. Juli 2012 (IV ZR 122/11, IV ZR 151/11, IV ZR 164/11, IV ZR 271/10, IV ZR 286/10) verschiedene rechtliche Möglichkeiten eröffnet. Dies gilt auch für die Anleger, die in die „Lex Konzept Rente“ investiert haben.  weiterlesen ›


Clerical Medical vom BGH zu Schadenersatz und Erfüllung des Entnahmeplans verurteilt - auch Anleger des Smart In "Rentenmodells" profitieren von der Entscheidung

Für mehr als zehntausend Anleger, die in Versicherungspolicen der britischen Gesellschaft Clerical Medical Investment Group Ltd. (CMI) mit den Bezeichnungen Wealthmaster Noble investiert haben, haben die langersehnten Urteile des Bundesgerichtshofs (BGH) vom 11. Juli 2012 (IV ZR 122/11, IV ZR 151/11, IV ZR 164/11, IV ZR 271/10, IV ZR 286/10) verschiedene rechtliche Möglichkeiten eröffnet. Dies gilt auch für die Anleger, die in das von der Clever Capital AG erdacht und unter dem Namen Smart In vertriebene Rentenmodell investiert haben.  weiterlesen ›


EuroPlan: Clerical Medical vom BGH zu Schadenersatz und Erfüllung des Entnahmeplans verurteilt

Für mehr als zehntausend Anleger, die in Versicherungspolicen der britischen Gesellschaft Clerical Medical Investment Group Ltd. (CMI) mit den Bezeichnungen Wealthmaster Noble investiert haben, haben die langersehnten Urteile des Bundesgerichtshofs (BGH) vom 11. Juli 2012 (IV ZR 122/11, IV ZR 151/11, IV ZR 164/11, IV ZR 271/10, IV ZR 286/10) verschiedene rechtliche Möglichkeiten eröffnet. Dies gilt auch für die Anleger, die in den von der Firma Röbke & Partner initiierten EuroPlan investiert haben.  weiterlesen ›


Auch für Anleger der Individualrente: Clerical Medical vom BGH zu Schadenersatz und Erfüllung des Entnahmeplans verurteilt

Für mehr als zehntausend Anleger, die in Versicherungspolicen der britischen Gesellschaft Clerical Medical Investment Group Ltd. (CMI) mit den Bezeichnungen Wealthmaster Noble investiert haben, haben die langersehnten Urteile des Bundesgerichtshofs (BGH) vom 11. Juli 2012 (IV ZR 122/11, IV ZR 151/11, IV ZR 164/11, IV ZR 271/10, IV ZR 286/10) verschiedene rechtliche Möglichkeiten eröffnet. Dies gilt auch für die Anleger, die in die Individualrente investiert haben.  weiterlesen ›


Clerical Medical: Was können Anleger tun, die die CMI Wealthmaster Noble Police als Einmalanlage für vorhandenes Vermögen genutzt haben?

Viele Anleger haben bei Clerical Medical Versicherungsverträge mit Einmaleinzahlung Wealthmaster Noble abgeschlossen, aus denen sie regelmäßige Auszahlungen erhalten sollen. Auch hier findet die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs Anwendung, wonach vorbehaltslos ausgewiesene regelmäßige Auszahlungen ungeachtet eines von CMI ermittelten Policen (- Rest) Wertes in vereinbarten Umfang geleistet werden müssen.  weiterlesen ›


Clerical Medical: Was können Anleger tun, die ihren Versicherungsvertrag bei CMI bereits gekündigt haben?

Anleger, die ihren Wealthmaster Noble Versicherungsvertrag vorzeitig gekündigt haben, haben verschiedene mögliche Ansprüche gegen Clerical Medical.  weiterlesen ›


Was können Anleger von "Rentenmodellen" tun, die ihren Versicherungsvertrag bei CMI noch nicht gekündigt haben?

Anleger, die sich an einem Rentenmodell wie Sicherheits-Kompakt-Rente (SKR) der Schneegruppe oder Schnee-Rente, LEX-Konzept Rente, System-Rente, Novarent, Europlan, Smart-In Konzept, Euro-Wealth Plan oder Individualrente beteiligt und ihre CMI-Police noch nicht gekündigt haben, haben grundsätzlich drei Möglichkeiten.   weiterlesen ›


Bundesgerichtshof: Marktpreisanpassungen bei vorzeitiger Kündigung von Clerical Medical Wealthmaster Noble Policen sind unzulässig 

Auch für Anleger, die ihren Versicherungsvertrag bei CMI zwischenzeitlich gekündigt haben, ergeben sich nach den Entscheidungen des BGH weitere Ansprüche gegen den britischen Versicherer. Grundlage ist eine fehlerhafte Berechnung des Auszahlungsbetrages. Der Bundesgerichtshof hat festgestellt, dass die von CMI praktizierte poolübergreifende Reservenbildung und die Marktpreisanpassung unzulässig sind.   weiterlesen ›


Clerical Medical: Bundesgerichtshof verurteilt CMI zur Einhaltung regelmäßiger Auszahlungen bei Entnahmeplänen 

Zahlreiche Kunden haben bei CMI einen Lebensversicherungsvertrag Wealthmaster Noble abgeschlossen, bei dem im Versicherungsschein der Höhe nach benannte vierteljährliche Auszahlungen für eine bestimmte Dauer festgelegt sind. Diese Rentenversicherungen gegen Einmalzahlungen wurden sowohl im Rahmen so genannter Rentenmodelle, als auch zur Anlage von beim Kunden vorhandenen Eigenkapital, z.B. aus Lebensversicherungsverträgen oder Abfindungen abgeschlossen.  weiterlesen ›


Clerical Medical: Schadenersatzansprüche im Zusammenhang mit "Rentenmodellen"

Anleger, die sich an den Rentenmodellen mit Fremdfinanzierung beteiligt haben, machen geltend, durch die tätigen Vermittler mit überhöhten Renditeerwartungen von mindestens 8,5% p.a., die die Darlehenszinsen decken würden, gelockt worden zu sein. Das Rentenmodell wurde dabei ausdrücklich als zusätzliche private Altersvorsorge empfohlen. Über das von CMI praktizierte Glättungsverfahren und die poolübergreifende Reservebildung seien sie nicht aufgeklärt worden. CMI müsse sich die Falschberatung durch die Vermittler zurechnen lassen. Der BGH hat diese Auffassung bestätigt und eine Schadenersatzpflicht von Clerical Medical bejaht.  weiterlesen ›


SpaRenta Kombirente - drei Gründe für das Scheitern

Die SpaRenta Kombirente ist gescheitert. Hier erfahren Sie mehr über die Gründe.  weiterlesen ›


EuroPlan/Individualrente

In Erwartung hoher Renditen hatten vor allem in den neunziger Jahren viele Anleger angelsächsische Lebensversicherungen - unter anderem bei Clerical Medical - abgeschlossen, die teilweise sogar noch auf Kredit finanziert wurden. Nach drastischen Renditeeinbußen ging das Kalkül für die Anleger nicht mehr auf. Doch zwei aktuelle Urteile lassen hoffen.  weiterlesen ›


 




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